FAQ: Ihre Fragen, unsere Antworten

Kostet eine Brille wirklich nur 1 Dollar?

Es ist wichtig zu wissen, dass die Materialkosten für die Brille 1 Dollar kostet. Der Brillenrahmen wird vorOrt produziert, Biegetrainer von uns bilden dazu die Leute aus. Ebenso bilden wir lokale EinDollarBrille-Optiker aus, die Sehtest durchführen und die Brillen anpassen. Dies sind lokale Mitarbeiter,die entlöhnt werden. Das ist in jedem Land unterschiedlich (Lohnniveau, Zoll ect). Die Brille wird für ca. 2 -3 Tageslöhne verkauft. Siehe auch --> Wie nachhaltig ist das Projekt?

Wie wird der Brillenrahmen vor Ort hergestellt?

Zu diesem Zweck hat der Erfinder und Gründer von EinDollarBrille - Martin Aufmuth - eine genial einfache Biegemaschine entwickelt. Sie funktioniert rein mechanisch, ohne Strom und kann von jedem halbwegs handwerklich begabten Menschen bedient werden. Von uns ausgebildete Biegetrainer lernen die Leute - oft behinderte Menschen - vor Ort an.

Werden die Brillengläser auch vor Ort produziert?

Die Brillenglässer werden in Dioptrien von +6 bis -6 in China produziert und fertig zur Verfügung gestellt. Dank einer persönlichen Beziehung des Gründers - Martin Aufmuth - ist eine unseren Ansprüchen genügende Qualität und Nachhaltigkeit gewährleistet.

Wie wird das Sehvermögen getestet?

Der Sehtest wird durch die von uns ausgebildeten, einheimischen Mitarbeiter ausgeführt. Wir lernen den Mitarbeitern für die Brillenverordnung die Best Spherical Correction (BSC) zu verschreiben.Torische Brillengläser, welche die Hornhautverkrümmung korrigieren bieten wir nicht an. Die Sehleistung beider Augen wird mittels einer Sehtafel einzeln geprüft. Wir verwenden dafür seit kurzem den Snellen Haken (einfaches Zeichen in E-Form). Dieser eignet sich auch für Analphabeten, da die Richtung der Öffnungen einfach mit der Hand angezeigt werden kann.Auf Grund der erreichten Sehleistung können die Prüfer dann abschätzen wie stark die Brillenkorrektur sein muss.

Wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung findet grundsätzlich vor Ort, d.h. im Zielland statt. Zu diesem Zweck schickt EinDollarBrille einerseits Augenärzte, Optiker und Biegetrainer für die fachliche Ausbildung und Kontrolle und andrerseits europäische Start-Up Manager, um den Start vor Ort in die richtigen Wege zu leiten.

Wie nachhaltig ist das Projekt?

Nachhaltigkeit ist eines unserer wichtigsten Ziele. EinDollarBrille gründet ein lokales Start-Up mit dem klaren Ziel, dass innerhalb von 2 - 4 Jahren das kleine Unternehmen selbsttragend wird. In Burkina Faso beschäftigt EinDollarBrille ca. 30 lokale Personen, die in der Zwischenzeit auf dem besten Weg sind das Ziel zu erreichen. Wichtig ist auch, dass wir kommen, um zu bleiben. Denn irgendeinmal muss ein Glas ersetzt werden oder eine neue Brille wird gebraucht. Dann müssen wir da sein. In der Anfangsphase braucht das Start-Up natürlich Unterstützung durch EinDollarBrille-Experten (Landesmanager, Augenärzte, Optiker, Biegetrainer), die die lokalen Mitarbeiter ausbilden. Diese Kosten werden durch Spenden gedeckt.

Warum ist man in relativ wenig Ländern aktiv?

EinDollarBrille International (EinDollarBrille e.V., D-Erlangen) wurde 2012 gegründet. Wir arbeiten nach dem Prinzip "Step-by-Step". Erst wenn wir in einem Land etabliert sind (siehe"Wie nachhaltig ist das Projekt") dann evaluieren wir das nächste Land.

Was ist das Besondere am Projekt EDB?

Besonders sind zwei Aspekte: Einerseits wollen wir das Ziel der Nachhaltigkeit erreichen (siehe "Wie nachhaltig ist das Projekt") und andererseits wollen wir nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" arbeiten (siehe "Was bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe")

Was bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe?

Dazu zwei Aspekte: Einserseits muss das Start-Up im Land selbsttragend sein (siehe "Wie nachhaltig ist dasProjekt") andrerseits ist es unser Ziel, dass die Brillen im Land verkauft werden zum Preis von 2-3 Tageslöhnen. Wer für eine Brille bezahlt - und dafür vorher arbeiten muss - bringt der Brille eine grössere Wertschätzung entgegen. Ausnahmen sind die Abgabe an bedürftige Kinder, damit sie besser lernen können und bessere Lebenschancen haben. Die Schweizer Stiftungen ABANTU und SYMPHASIS unterstützen uns dabei sehrgrosszügig. Siehe -->Ueber uns "Welche Stiftungen unterstützen EinDollarBrille Schweiz"

Wie effizient arbeitet EinDollarBrille Schweiz?

Unser Prinzip ist, dass alle Mitglieder (inkl. Vorstand) ehrenamtlich arbeiten. Auslandreisen und Aufenthalte im Ausland werden angemessen vergütet. Somit wirkt Ihre Spende ganz direkt.

Ist EinDollarBrille Schweiz Zewo zertifiziert?

EinDollarBrille ist nicht ZEWO zertifiziert, da das Vorliegen von mindestens 2 Jahrsrechnungen eine Bedingung ist. EinDollarBrille Schweiz wurde im Dezember 2015 gegründet, somit liegt erst eine revidierte Jahresrechnung vor. Die übrigen Kriterien (Gemeinnützigkeit, Steuerbefreiung ect) erfüllt EinDollarBrille Schweiz. Die ZEWO Zertifizierung kann in Zukunft ein Thema werden, da unsTransparenz wichtig ist.

Kann die Jahresrechnung von EDB eingesehen werden?

Privaten Spendern, Stiftungen und Unternehmen stellen wir auf Anfrage die Jahresrechnung gerne zur Verfügung.

Kann ich meine Spende von den Steuern abziehen?

EinDollarBrille ist als gemeinnütziger Verein steuerbefreit. Ihre Spende ist im Rahmen der kantonalen und bundesrechtlichen Vorgaben abzugsberechtigt. Sie erhalten im Januar/Februar des Folgejahres automatisch eine Spendenbescheinigung.

Martin Aufmuth

Erfinder der EinDollarBrille

Martin Aufmuth ist der Erfinder der EinDollarBrille und Gründer und 1. Vorsitzender des Vereins EinDollarBrille e.V., D-Erlangen.

Getrieben von der Idee, eine Brille mit Materialkosten von einem Dollar für Menschen in ärmeren Ländern anzubieten, entwickelte er eine Biegemaschine, die auch von einfachen Leuten bedient werden kann. Den ersten Praxistest bestand diese Biegemaschine dann im April 2012 in Uganda, wo er das erste Team einheimischer Arbeiter ausbildete und rund 500 Menschen mit Brillen versorgte.

Im Jahre 2015 wurde der Verein EinDollarBrille Schweiz gegründet, mit dem Ziel die Idee EinDollarBrille in der Schweiz bekannt zu machen und um eigene Projekte zu realisieren.