Die Idee

Aktive Unterstützung von EinDollarBrille Bolivien

Unser EDB Schweiz Projekt

Unser EDB Schweiz Projekt

in Bolivien, Südamerika

In Bolivien ist EinDollarBrille Schweiz unter der Leitung von Max Steiner, lic.oec. HSG, sehr aktiv und höchst erfolgreich in der Distribution in ländlichen Gebieten. Unser Verein unterstützt diese Bemühungen in doppelter Hinsicht: Einerseits konnten wir dank der grosszügigen Vergabung der PETER & MARIANNE HEULE STIFTUNG - eine Unterstiftung von SYMPHASIS - im Jahre 2016 1'800 bedürftigen SchulkindernBrillen kostenlos abgeben. Für 2017 ist eine ähnliche Aktion geplant. Andererseits plant EinDollarBrille Bolivien ein einfaches Shop-in-the-Shop System in ländlichen Apotheken und Drogerien, um so eine breitere Bevölkerungsschicht zu erreichen. Unser Verein wird diese Aktion dank Ihren Spenden aktiv begleiten.

31.01.17 Interview mit Max Steiner, Bolivien

31.01.17 Interview mit Max Steiner, Bolivien

Max Steiner

Max Steiner

gründete 2000 eine soziale Jugendstiftung in Bolivien, der Heimat seiner Ehefrau. Er baute mehrere Jugendherbergen auf, die auch Spanischkurse sowie Reisen anbieten. Die Stiftung ist in der Gesundheitsprävention aktiv. Seit 2013 unterstützt Max Steiner das Projekt der «EinDollarBrille».

Max Steiner lebt seit 16 Jahren in Bolivien. Der Schweizer gründete dort eine Jugendsozialstiftung und war auch Honorarprofessor für Internationale Entwicklung und Beziehungen an der Universität in Santa Cruz. Heute koordiniert er das Projekt der EinDollarBrille in Bolivien.
Dieses Interview wurde von SRF DOK aufgezeichnet.

SRF DOK: Wie kamen Sie auf das Brillenprojekt?
Max Steiner:
Ich habe Martin Aufmuth, den Erfinder der EinDollarBrille , vor 4 Jahren in Deutschland kennengelernt. Ich war dort an einem Studienaustausch am Institut für Geografie der Uni Erlangen dort arbeitete er als Lehrer.

Was hat Sie überzeugt, sich selbst in diesem Projekt zu engagieren?
Im Gesundheitssystem Boliviens gibt es genau in diesem Bereich eine Lücke. Schätzungsweise über 150 000 mehrheitlich indigene Einheimische sehen nicht gut und die Gebiete, in denen sie leben, sind medizinisch nicht gut versorgt. Das Brillen-Projekt ist mobil, die Brillen sind bezahlbar 1 Dollar eben und die Produktion bringt Beschäftigung. Das hat mich überzeugt und ich wurde Martin Aufmuths Länderverantwortlicher für Bolivien.

Wie gross ist die Nachfrage nach der Brille?
Das Erstaunliche ist, dass manche Betroffenen oft gar nicht wissen, dass sie nicht gut sehen. Bei den Kindern merken es dann manchmal die Lehrer. Doch wir treffen monatlich 1500, oft sogar gegen 2000 Menschen aller Altersklassen, deren Sehvermögen eingeschränkt ist. Nach dem Sehtest passen dann unsere Optik-Assistenten durchschnittlich bis zu 1200 Brillen an, als Lese-, Weitsicht- oder auch Sonnenbrillen. Denn hier in Bolivien sind Sonnenbrillen sehr wichtig wegen der hohen UV-Strahlung. Besonders in den Berggebieten der Anden auf über 4000 Metern oder auf der Sonneninsel draussen im Titicacasee.

Ein wichtiger Aspekt des Brillenprojekts ist, dass die Brillen vor Ort hergestellt werden und dass Arbeit geschaffen wird. Wie bilden Sie Leute aus und wieviele Menschen sind in Bolivien mittlerweile als Brillenproduzenten tätig?
Aus Deutschland werden uns die Biege-Tische, Werkzeuge, Edelstahldrähte und Kunststoffschläuche in bester Qualität geliefert. In den Armenvierteln und abgelegenen Bergdörfern haben wir erste Trainings mit Menschen gemacht, sie waren meist arbeitslos. Wir suchten gezielt solche Frauen und Männer, die kunstgewerbliche Fähigkeiten haben. Wer diese Auswahl bestanden hat, erhält eine drei- bis vierwöchige Schulung mit deutschen Technikern. Das macht den angehenden Produzenten grossen Spass. Es sind heute 13 Produzenten, die meisten sind Frauen, und sie knacken bald die Marke von 25 000 Brillen pro Jahr.

Was verdienen sie?
Gut, aber gewollt auch unterschiedlich. Gerade junge Mütter arbeiten gerne Teilzeit. Die Löhne können bis maximal umgerechnet auf 400 Franken steigen durchaus das Gehalt eines Schullehrers.

Wie kommt die EinDollarBrille bei den lokalen Augenärzten und Optikern an? Entsteht da nicht eine problematische Konkurrenz durch dieses Projekt?
Das dachten wir auch und suchten uns deshalb von Anfang an den richtigen Partner: Das Fachinstitut für Augenoptik ISSEM. In der Praxis zeigt sich nun, dass wir uns in allen Anstrengungen voll ergänzen. Die Augenärzte haben ihre Praxen nur in den wenigen Grossstädten, und die Optiker sitzen alle zusammen an wichtigen Einkaufsstrassen im Zentrum. Wir erreichen aber jene Menschen, die noch nie mit ihnen in Kontakt kamen. Sobald wir ein grösseres Augenproblem erkennen, vermitteln wir diese Patienten an den Augenarzt und den Optiker sie haben nun mehr Zulauf. So haben wir nun bereits viele Freunde gefunden, die unser Projekt unterstützen.
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Sie vertreten das Projekt in Bolivien, ist eine Ausweitung geplant?
Ja, ich habe die Ehre, Koordinator für ganz Süd- und Mittelamerika zu werden. Mexiko, Brasilien, Peru, Kolumbien, Ecuador... Da gibt es viel zu tun! Wir haben das Ziel, bis im Jahr 2020 auf diesem Kontinent 50 000 Brillen zu produzieren, und damit eben so vielen Menschen mit Sehschwächen zu helfen.
Es ist eine grosse Herausforderung, in einem Entwicklungsland Sozialprojekte organisatorisch hinzubekommen. Wenn ich das wachsen sehe, befriedigt und motiviert mich das sehr!

Biegeworkshop

Biegen Sie Ihre eigene Brille

Biegen Sie Ihre eigene Brille

Schritt für Schritt

Sie lernen an der Biegemaschine, wie Sie aus einem Stahlfederdraht Ihre eigene Brille biegen, und mit ihren individuellen Farben schmücken können. Unsere Biegetrainer führen Sie Schritt für Schritt zum Erfolg. Der Workshop dauert fünf Stunden, die Anzahl Plätze sind begrenzt. Der Workshop ist für Sie kostenlos! Hier können Sie sich für einen unserer Biegeworkshop anmelden, wir freuen uns auf Ihr Interesse!

Impressionen aus einem Workshop

Veranstaltungen

ökumenische Suppentag

ökumenische Suppentag

Jürg Messerli und Luciano Cestonato präsentieren das Projekt

Wir bereichern Ihren Anlass mit Vorträgen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen zum Thema nachaltige Entwicklungshilfe. Beispiele finden Sie unter der Rubrik Aktuell: Der Suppentag in Herrliberg oder den Social Innovation Summit in Zürich. Die nächste Veranstaltung findet am 10.6.17 in Zürich statt: 20 Lions Clubs in Zürich werden die Idee EinDollarBrille auf öffentlichen Plätzen präsentieren. Falls Sie ebenfalls ihren Anlass mit einen sozialen Thema bereichern wollen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Schularbeit

Der Schulbesuch

Der Schulbesuch

ist eine Bereicherung und Horizonterweiterung, abwechslungsreich und fesselnd.

Sie planen eine Unterrichtssequenz zum Thema Armut bzw. Entwicklungszusammenarbeit und möchten Ihrer Klasse Einblick in unsere Arbeit geben? Sie wollen mit Ihrer Klasse die Themen Hilfe zur Selbsthilfe oder nachhaltige Zusammenarbeit behandeln? Wir kommen gerne in Ihre Schule und unterstützen Sie dabei. Unser Besuch von Schulklassen ab der Sekundarstufe I bringt die Welt in Ihr Klassenzimmer. Wir erzählen Geschichten, zeigen Bilder, Videos, die Biegemaschine und laden die Schülerinnen und Schüler zu Diskussionen ein. Ein Schulbesuch dauert ein bis zwei Lektionen und kostet Sie nichts. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

So arbeitet EDB - Sechs Schritte zum Ziel:

1. Länderauswahl
Zu Beginn überlegen wir, in welchem Land wir den grössten sozialen Nutzen generieren.

2. Unterstützung durch lokale Regierung
Kontaktaufnahme zu örtlicher Regierung und Behörden. Nur wenn unsere Hilfe ausdrücklich erwünscht wird, fangen wir an.

3. Ausbildung lokaler Fachkräfte
Wir bilden vor Ort EinDollarBrille-Optiker und Brillenproduzenten aus.

4. Verkaufsstart
Ein Startteam mit 25 lokalen Mitarbeitern kann rund 10.000 Brillen im Jahr verkaufen und kostendeckend arbeiten.

5. Landesweiter Rollout
Funktioniert das Projekt im Kleinen, kann es vergrössert, kopiert und in anderen Landesteilen vervielfältigt werden.

6. Das Ziel
Das Ziel ist eine flächendeckende augenoptische Grundversorgung, die sich finanziell trägt.